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Sternhimmel des Monats

Der Sternenhimmel im Dezember 2017

Am 21. Dezember um 17:28 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreicht die Sonne den südlichsten Punkt auf ihrer scheinbaren Jahresbahn. Es ist Wintersonnenwende und damit astronomischer Winteranfang. Der Wechsel der Jahreszeiten zeigt sich ebenfalls am spätabendlichen Sternenhimmel. Von den Sommersternbildern sieht man so gut wie nichts mehr, nur noch Schwan und Leier stehen dicht über dem Nordwesthorizont. Bekannte Herbststernbilder wie Pegasus, Andromeda, Widder und Fisch befinden sich bereits in der Westhälfte des Himmels. Hoch im Süden, direkt über unseren Köpfen, erblicken wir Perseus, etwas darunter den Stier mit den beiden offenen Sternhaufen Plejaden und Hyaden. Weiter in östlicher Richtung stoßen wir auf Orion, Zwillinge und Fuhrmann.

Merkur, der innerste Planet unseres Sonnensystems, wird ab etwa Heiligabend wieder sichtbar. Er geht gegen 6:30 Uhr im Südosten auf und ist dann für kurze Zeit über dem Horizont zu sehen, ehe ihn die zunehmende Morgendämmerung einholt.
Venus, der hellste Planet, geht fast zeitgleich mit der Sonne auf und ist daher nicht sichtbar.
Mars, der Rote Planet, geht morgens gegen 3:45 Uhr auf und ist bis Tagesanbruch zu beobachten.
Jupiter, der Gasriese, ist am Morgenhimmel vertreten. Seine Aufgänge verfrühten sich von 5:22 Uhr zu Monatsbeginn auf 3:55 Uhr am Monatsende.
Saturn, der Ringplanet, geht im Dezember fast zeitgleich mit der Sonne unter ist daher am Nachthimmel nicht vertreten.

Periodische Sternschnuppenströme gibt es auch im Dezember. Vom 5.  bis zum 15. Dezember sind die Geminiden aktiv. Das Maximum wird für die Nacht vom 12. auf den 13. Dezember erwartet. Über 100 Sternschnuppen pro Stunde sind vorhergesagt, darunter auch einige sehr helle. Ab Mitte Dezember bis Mitte Januar treten die Coma-Bereniciden auf, das Maximum wird für den 18. Dezember erwartet, fällt aber eher spärlich aus. Allenfalls eine Handvoll bis ein Dutzend Meteore pro Stunde darf man erwarten.
Noch spärlicher erscheinen um den 8. Dezember herum die Monoceriden und um den 11. Dezember herum die Sigma-Hydriden.

Astronomische Highlights gibt es in diesem Dezember auch zu sehen.
In der Nacht vom 12.auf den 13. Dezember haben die Geminiden-Sternschnuppen ihr Maximum. Bei klarer Sicht und ohne störende irdischer Lichtquellen können über 100 Meteore pro Stunde auftauchen, darunter auch sehr helle Objekte. Man lege sich, warm gekleidet und mit Verpflegung, in einem Liegestuhl oder auf eine Liege, das Fußteil in Richtung Süden, den Blick hoch auf den Himmel gerichtet. Der Blick auf die dahinsausenden Meteore ist allemal einen mehrstündigen Aufenthalt im Freien wert!
Falls für die Nacht vom 30. auf den 31. Dezember klares Wetter vorhergesagt wird, sollte man sich den Wecker stellen. Am 31. Dezember zwischen 2:25 Uhr und 3:05 Uhr bedeckt der zunehmende Mond den Stern Aldebaran, den hellen rötlichen Hauptstern des Sternbildes Stier. Wer etwa von 2:00 Uhr an bis etwa 3:30 Uhr beobachtet,  kann anschaulich miterleben, wie rasch sich der Mond vor dem Sternenhimmel bewegt.

 

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Mord an der Sternwarte Bochum Programmtipp für Held(t)en und Sternenfreunde

 

 

 

Aktuelle Folge der Vorabend-Serie „Heldt“ wurde an der Sternwarte Bochum gedreht

Am kommenden Mittwoch, den 12.10.2016 lohnt es sich nicht nur für alle Bochumer besonders, den Fernseher einzuschalten: Die Episode „Sternenreise“ der Krimiserie Heldt wurde im Sommer 2015 fast komplett auf dem Gelände und im Radom der Sternwarte in Bochum-Sundern gedreht. Nun ist die Ausstrahlung der
4. Staffel endlich angelaufen und das Team der Sternwarte wartet gespannt auf das Ergebnis der erlebnisreichen Dreharbeiten. „Dokumentationen oder Themenbeiträge werden hier immer wieder mal gedreht“ weiß Leiter Thilo Elsner, „aber der Einblick in eine Fernsehproduktion mit Explosionen und Intrigen war wirklich nochmal eine besonders aufregende Erfahrung.“ Durch den Gastauftritt des Leiters der Sternwarte Bochum erhält die Folge zusätzlichen Lokalkolorit.

 

 

Sendetermin:

Mittwoch, 12.10.2016

19:25-20:15 Uhr

ZDF