Start Der Himmel über Bochum - Astronomische Beobachtung
Der Himmel über Bochum - Astronomische Beobachtung

Sternwarte Bochum
Ihr Bildungszentrum für Weltraum- und Umweltforschung
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Während des Winterhalbjahrs (von Anfang November bis Ende März) findet regelmäßig mittwochs um 19.00 Uhr eine astronomische Veranstaltung statt. Je nach Wetterlage werden Live-Beobachtungen am Teleskop angeboten oder eine astronomische Präsentation zum Nachthimmel im Radom der Sternwarte Bochum. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sie sollten sich bis 18:45 Uhr am Institut eingefunden haben.

Veranstaltungsadresse: IUZ Sternwarte Bochum,
Obernbaakstraße 2-12. 44797 Bochum

 

Der Sternenhimmel im Januar 2017


Am späten Abend befinden sich die markanten Wintersternbilder in südlicher Richtung am Himmel. Über dem Südhorizont strahlt der Orion, um ihn herum erblickt man den Stier, den Fuhrmann, die Zwillinge sowie den kleinen und den großen Hund. Im Westen, kurz vor dem Untergang, ist noch das auffällige Sternenviereck des Pegasus zu sehen, der zu den Herbststernbildern gehört. Im Osten ist mit dem Löwen bereits ein bekanntes Frühlingssternbild aufgegangen.

Merkur, der innerste Planet, ist etwa vom 10. Januar an bis etwa zum 23. Januar in der Morgendämmerung dicht über dem Südwesthorizont zu sehen.
Venus, der hellste Planet, strahlt unübersehbar hell bereits kurz nach Sonnenuntergang als Abendstern.
Mars, der Rote Planet, befindet sich am frühen Abend schon tief am Westhimmel, wo er auch bald untergeht.
Jupiter, der Riesenplanet, ist in der zweiten Nachthälfte zu beobachten. Zu Monatsbeginn geht er rund 90 Minuten nach Mitternacht auf, am Monatsende etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht.
Saturn löst sich allmählich aus seiner scheinbaren Nähe zur Sonne. Ab Monatsmitte kann man ihn wenige Stunden vor Sonnenaufgang über dem Südosthorizont aufgehen sehen, am 15. gegen 6:00 Uhr, am 31. Januar schon um kurz nach 5:00 Uhr.

Periodische Sternschnuppenströme sind im Januar die Delta-Canceriden und die Quadrantiden. Die Delta-Canceriden sind in den ersten drei Januarwochen aktiv, das Maximum wird für den 16. Januar vorhergesagt. Allerdings ist stündlich nur etwa mit einer Handvoll Meteoren zu rechnen.
In der ersten Januarwoche zeigen sich die Quadrantiden, deren Maximum dieses Jahr auf den 3. Januar fällt, aber leider tagsüber für Beobachter in Europa. Statt bis zu 100 Meteoren sehen wir abends, nach dem Maximum, vielleicht nur noch etwa ein Dutzend Sternschnuppen pro Stunde.

Astronomische Highlights besonderer Art hat der Januar 2017 nicht zu bieten.


Der Sternenhimmel im Februar 2017.

Zwar wird der spätabendliche Februar-Sternenhimmel noch immer von den Wintersternbildern beherrscht, doch einige von ihnen sind bereits gegenüber dem Vormonat in den Südwesten vorgerückt. Dort befinden sich der Fuhrmann, der Stier und der Orion. Im Süden erblickt man den großen und den kleinen Hund sowie die Zwillinge. Vom bevorstehenden Frühling künden der Löwe und Jungfrau, die im Osten heraufgezogen sind.

Merkur, der innerste Planet, bewegt sich scheinbar in Richtung Sonne und holt sie Anfang März am Himmel ein. Doch bereits jetzt, im Februar, ist er ihr schon zu nahe, als dass man ihn am Morgenhimmel sehen könnte.
Venus strahlt auffallend hell als Abendstern über dem Südwesthorizont. Bereits nach Sonnenuntergang, in der hellen Abenddämmerung, ist sie nicht zu übersehen.
Mars, der Rote Planet, ist bei Anbruch der Nacht schon am Himmel sichtbar, wo er bis zu seinem Untergang gegen  22:00 Uhr MEZ beobachtet werden kann.
Jupiter, der Gasriese, wird im Laufe dieses Februar immer früher am Abend sichtbar. Zu Monatsbeginn geht er etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht auf, am Monatsende bereits gegen 21:40 Uhr MEZ und bleibt dann bis zum Ende der Nacht sichtbar.
Saturn, der Ringplanet, erscheint von Anfang bis Ende Februar rund 3 Stunden vor der Sonne am frühen Morgenhimmel.

Periodische Sternschnuppenströme gibt es zwar auch im Februar, aber sie sind allesamt nicht sehr ergiebig. Zwischen dem 1. und 15. Februar erscheinen die Alpha-Aurigiden, zwischen dem 15. Februar und 10. März die Delta-Leoniden mit dem Maximum um den 25. Februar, und gegen Ende Februar tauchen die Virginiden auf. Von den genannten Meteorströmen werden aber jeweils nur einige wenige Sternschnuppenfälle je Stunde erwartet.

An astronomischen Highlights hat der Februar 2017 ein kosmisches Schattenspiel zu bieten, das von ganz Europa aus zu beobachten ist. Der Mond bewegt sich in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar durch den Erdschatten hindurch. Allerdings ist der Mond nicht exakt mit Sonne und Erde in einer Linie, sondern etwas versetzt davon. Er wandert daher nicht durch den dunklen Kernschatten, sondern "nur" durch den viel helleren Halbschatten. Einem Uneingeweihten fällt die geringe Helligkeitsabnahme des Mondes kaum auf. Um 23:32 Uhr MEZ tritt der Mond in den Halbschatten ein, die Finsternismitte ist um 1:44 Uhr MEZ, um 3:55 Uhr MEZ tritt der Mond aus dem Halbschatten aus.


 

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Mord an der Sternwarte Bochum Programmtipp für Held(t)en und Sternenfreunde

 

 

 

Aktuelle Folge der Vorabend-Serie „Heldt“ wurde an der Sternwarte Bochum gedreht

Am kommenden Mittwoch, den 12.10.2016 lohnt es sich nicht nur für alle Bochumer besonders, den Fernseher einzuschalten: Die Episode „Sternenreise“ der Krimiserie Heldt wurde im Sommer 2015 fast komplett auf dem Gelände und im Radom der Sternwarte in Bochum-Sundern gedreht. Nun ist die Ausstrahlung der
4. Staffel endlich angelaufen und das Team der Sternwarte wartet gespannt auf das Ergebnis der erlebnisreichen Dreharbeiten. „Dokumentationen oder Themenbeiträge werden hier immer wieder mal gedreht“ weiß Leiter Thilo Elsner, „aber der Einblick in eine Fernsehproduktion mit Explosionen und Intrigen war wirklich nochmal eine besonders aufregende Erfahrung.“ Durch den Gastauftritt des Leiters der Sternwarte Bochum erhält die Folge zusätzlichen Lokalkolorit.

 

 

Sendetermin:

Mittwoch, 12.10.2016

19:25-20:15 Uhr

ZDF